Stillleben

Transience

Transience oder Vergänglichkeit ist die Eigenschaft von etwas, vergehen zu müssen. Als Eigenschaft der materiellen oder auch aller Dinge ist sie ein wichtiges Motiv in Kunst, Philosophie und Religion, so zum Beispiel in der dialektischen Logik als Aspekt des Werdens, in der jüdisch-christlichen Tradition, im Buddhismus, in der japanischen Ästhetik und eben in der modernen Kunst. Der Gegenbegriff zur Vergänglichkeit ist die Ewigkeit. (Quelle: Wikipedia)

Das Stillleben (Acryl auf Leinwand 80 x 60 cm) entstand als Prüfungsaufgabe zum Hauptstudium an der Freien Kunstakademie Überlingen im Frühjahr 2018

Auf den Spuren von Morandi

An Giorgio Morandi scheiden sich die Geister. Den einen sind seine Stillleben zu wenig spektakulär, die anderen feiern den italienischen Maler der Stille als Markstein der Malerei des 20. Jahrhunderts An der Kunstakademie Überlingen sind wir seinen Spuren gefolgt und haben versucht, seinen Malstil nachzuempfinden und in eigenen, kleinformatigen Bildern (30 x 40 cm, 40 x 50 cm und 50 x 50 cm) auf Leinwand umzusetzen.
Giorgio Morandi gehört zu den bedeutendsten Stilllebenmalern. Dabei experimentierte er bis zum Schluss mit Flächigkeit und Räumlichkeit z. B. bei der malerischen Berücksichtigung von Schatten. Es wird viel davon gesprochen, dass er sich mit „Dingen“, mit „Gegenständen“ befasst und ihnen Würde und Geheimnis gegeben habe. Aber er malte nicht irgendwelche Objekte, sondern neben einigen Landschaften vor allem von Menschen für den täglichen Gebrauch verfertigte Schalen, Gefäße, Flaschen, Kannen, Becher, Vasen. Kennzeichnend und auffallend sind seine Blockbildung, zu der auch der Schattenwurf gehört, die Zentrierung im Bild und die Farbgebung, die melancholisch und romantisch, zärtlich und nachgiebig erscheinen, aber immer zurückhaltend in der Farbe und im Helldunkel erscheinen. (Quelle: Wikipedia)

Analytischer Kubismus

Der analytische Kubismus lässt viele Freiheiten in der Darstellung des Motivs. Der Versuch einen Semiarstuhl mit integriertem Klapptisch kubistisch wiederzugeben, war die Aufgabe dieser Arbeit an der Kunstakademie Überlingen. Ausgangspunkt des Kubismus ist die Veranschaulichung der Form – die Darstellung des Dreidimensionalen und seiner Lage im Raum – auf der zweidimensionalen Fläche unter Wahrung der Einheit des Werks.

 

Der Begriff analytischer Kubismus geht auf die Schrift Der Weg zum Kubismus von Kahnweiler aus dem Jahr 1920 zurück. Im analytischen Kubismus wurde die geschlossene Form der dargestellten Körper zugunsten des Formenrhythmus aufgebrochen. Die Körperlichkeit der Dinge und ihre Lage im Raum konnten auf diese Weise dargestellt werden, ohne sie durch illustonistische Mittel (Farbe, Lichteinfall, Parall- und Punkt-Perspektiven) vorzutäuschen. In der Hauptphase des Kubismus vollzog sich ein Wandel in der Malerei. Seit der Renaissance hatte man das Licht als Farbe auf der Oberfläche des Körpers gemalt, um so die Form auf der Bildfläche zu bringen. Die Lichtführung spielte in den Arbeiten des analytischen Kubismus (Picasso,  Braques) nun eine untergeordnete Rolle. In den Gemälden wurde nicht festgelegt, von welcher Seite das Licht kommt.

Auch die notwendig eintretende „Deformation“ der Körper im Bild störte.  Sie wirkte bei vielen Beschauern quälend. Es entstand  der Konflikt zwischen der Deformation des „realen Gegenstandes“ als Ergebnis des „Formenrhythmus“, im Gegensatz zu den Erinnerungsbildern vom gleichen Gegenstand. Dies aber war unvermeidlich, solange eine auch nur entfernte „Naturähnlichkeit“ des Kunstwerkes diesen Konflikt auslöse.

Picasso und Braque gingen nun nicht mehr von einem angenommenen Vordergrund aus, sondern von einem festgelegten und dargestellten Hintergrund. Von diesem Hintergrund ausgehend malten sie nun nach vorne, in dem die Lage jedes Körpers deutlich durch sein Verhältnis zum festgelegten Hintergrund und den anderen Körpern dargestellt wurde. Auf diese Weise wurde die herkömmliche Aufteilung eines Bildes in Vorder-, Mittel- und Hintergrund aufgehoben.
Die Darstellungsweise ermöglicht es, die Bildgegenstände gleichzeitig (simultan) aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten (polyvalente Perspektive). Der Begriff der Simultaneität ist so in der kunsthistorischen Rezension zu einem Leitwort des Kubismus erwachsen. Oft erscheinen manche Bildteile transparent, wodurch simultan mehrere Ebenen sichtbar sind. Auf diese Weise entsteht die Wirkung einer „kristallinen“ Struktur. Die beiden Künstler Picasso und Braque erweiterten die Ebene der Zeichenverwendung im Bild, verarbeiteten Symbole und setzten dagegen inhaltsfreie Farbstrukturen. Dieser Mechanismus wurde im Jahr 1910 bis an die Grenze der reinen Abstraktion geführt. (Quelle: Wikipedia)

Vorhang mit Krug und Apfel

Im Juli 2016 entstand ein Stillleben in Öl auf Leinwand (116 cm x 75 cm) an der Freien Kunstakademie Überlingen. Dem hier angewandten  Malstil liegen Techniken von Paul Cézanne zugrunde. Cézanne gilt als Methodiker der Farbe.  Als Malgrund verwendete Paul Cezanne weiß grundierte Leinwand. Mit Kohle skizzierte er die Konturen vor, um sie darauf mit flüssiger Ölfarbe nachzuziehen. Darauf malte er das Bild zügig in der Alla-Prima-Maltechnik, in dem er die Farben direkt nebeneinander setzte. Die Bilder leuchten, da er die Ölfarbe vorzugsweise dünn aufmalte und die weiße Grundierung das Bild wie von hinten beleuchtet. Meist malte er seine Bilder nass-in-nass, so dass sich die Ölfarbe mit den unteren Farbschichten teilweise vermischt.

Die Ölmalerei ist die künstlerische Malerei mit Ölfarben und gilt als „klassische Königsdisziplin“ der Kunst, die insbesondere bei Porträt-, Landschafts-, Stillleben- und Genremalerei zur Anwendung kommt. Die Haltbarkeit und Farbbrillanz der Ölmalerei ist unübertroffen. Öl ist als Bindemittel ein Hauptbestandteil der Ölfarbe, woraus sich die Bezeichnung für die Ölmalerei ableitet.

Der Begriff Primamalerei oder Alla-prima-Malerei ist abgeleitet von ital. prima „aufs erste“ oder von prima vista „auf den ersten Blick“. Mit dem Aufkommen von Tubenölfarben und der an Bedeutung zunehmenden Freilichtmalerei wurde die Primamalerei eine der häufigsten Öltechniken. Die Primamalerei bezeichnet ein Vorgehen, bei dem versucht wird, die Farbe gleich auf Anhieb in einem Arbeitsgang auf die richtige Stelle zu platzieren ohne spätere Korrekturen wie Retuschierung oder das Auswischen von feuchter Farbe. Das Mischen der Farbe erfolgt überwiegend auf der Palette; somit sind die einfach gehaltenen, auf wenige Farben beschränkten Farbmischungen, unkompliziert wieder zu finden. Der Maler hat bei der Primamalerei bereits die Endfassung des Bildes im Kopf und setzt jede Farbe als letztgültigen Farbton ein. Ihr Gegenstück ist die Schichtenmalerei, z. B. die Lasurmalerei mit ihrer Untermalung, die ihre Höhepunkte in der italienischen Renaissance und im niederländischen Barock hatte. Der Alla-prima-Malerei verwandt ist die Nass-in-Nass-Technik. Als ein Meister der Alla-prima-Malerei gilt Cézanne.  (Quelle: Wikipedia)

Stillleben in Öl

Stilleben sind Bestandteil des Studiums an der Freien Kunstakademie Überlingen. Neben Kohle wird hauptsächlich in Öl gemalt. Die folgenden Blätter sind Übungen des ersten Semesters und im Zeitraum zwischen Oktober 2015 und Juni 2016 entstanden. Sie waren den Themen Form, Volumen und Farbe gewidmet.